Großes Kino in Begleitung von Poesie unter freiem Himmel im oberbayerischen Dorf Hochstadt (Gde. Weßling)

Ein lyrisch-cineastischer Open-Air-Abend zum Thema LIEBE im Rahmen des Fünf-Seen-Filmfestivals (fsff) am Samstag, den 30. Juli 2011 im Gasthof Schuster

Petrus hat meine Stoßgebete erhört! Der erste Open-Air-Abend LIEBE im Rahmen des Fünf-Seen-Filmfestivals im Gasthof Schuster in Hochstadt konnte am Samstag, den 30. Juli 2011 im Biergarten des Gasthof stattfinden. Es war einer der poetischsten Abende, die ich bislang erlebt habe. Und nach dem Beifall zu urteilen, ging es vielen Zuschauern nicht anders als mir.

Hellmuth Opitz, der eigens aus Bielefeld angereist war, bot ausgefeilte lyrische Kost (wobei er auch Gegenstände wie seinen Toaster liebevoll bedichtete), der bayerische Songpoet Tiger Willi lief mit seinen Liedern „Wurstalat“, „Triebhofer Sepp“ und „Papageil“ in der Dämmerung zur Höchstform auf, während Gabriele Trinckler schon ein wenig deftigere Kost ins poetische Liebesspiel brachte, nämlich lustvolle Gedichte.

Eine tolle Kino-Profitechnik, dank der engagierten Crew von Festivaldirektor Matthias Helwig (fsff / Kino Breitwand), eine liebevolle Ausgestaltung bis ins kleinste Detail durch das Team des Gasthof Schuster. Die Wirtsleute Christine Reithmeier und Norbert Harter haben einmal mehr gezeigt, dass da ein Gasthof mitten auf dem Land das Zeug dazu hat, in der lyrisch-cineastischen Oberliga zu spielen.

Den Abend verfolgte ein hochkarätiges Publikum – nicht wenige Gäste (wie die Kuratorin der Kunstsammlung der Hypovereinsbank, Bärbel Kopplin) waren mit Familie eigens aus München angereist. Während sich ein Teil der Weßlinger Bevölkerung an den eher bierseligen Freuden des sogenannten „Grünsinker Festes“ berauschte, erlebten die Gäste des Fünf-Seen-Filmfestivals in Hochstadt Hochkultur mitten im Dorf – ein multimediales, sinnliches Natur-Erlebnis, an das sich viele von ihnen noch lange erinnern werden, und dies ohne den häufig anzutreffenden Grünsinker „Brummschädel“ (vgl. mein Gedicht „Volksfest: // Wenn die Nasen / In den Maßkrug / Wachsen“).

Nicht nur für mich war es ein ganz besonderer Genuß, ausgewählte Videos aus unserem YouTube-Kanal „dasgedichtclip“ im Großformat auf der Kino-Leinwand zu sehen. Und der Film „Sommervögel“ des Schweizer Regisseurs Paul Riniker, der das Tabuthema Liebe mit einer Behinderten sensibel thematisiert, verdient meines Erachtens den Publikumspreis des Fünf-Seen-Filmfestivals. Wer noch die Gelegenheit dazu hat, sollte für ihn sein Votum abgeben.

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Der zweite Hochstadter Open-Air-Abend kreiste gestern Abend, am Sonntag, den 31. Juli 2011 (Beginn: 20.30 Uhr) um die LUST in Gedicht und Film. Erotische Verse bildeten das Vorspiel für den Filmklassiker „Manche mögen’s heiß“ von Billy Wilder. Das multimediale Lust-Erlebnis im Biergarten eröffneten Melanie Arzenheimer aus Eichstätt (Preisträgerin „Hochstadter Stier 2009“), Jürgen Bulla (München) sowie mein Turmschreiberkollege Hardy Scharf . Wir boten Poesie rund um die schönste Sache der Welt, ergänzt durch erotisch-sinnliche Gedichtclips des Münchner Filmemachers Richard Westermaier.

Jürgen Bulla, Anton G. Leitner, Melanie Arzenheimer und Hardy Scharf (v. l. n. r.) 31.7. 2011 in Hochstadt, vor ihrem Auftritt beim zweiten Open-Air-Abend des Fünf-Seen-Filmfestivals (fsff). Foto: Richard Westermaier

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