ÖKT-Netzanthologie: Tandem Hensel/Süß-Schwend

 

Elisabeth Süß-Schwend zu dem Gedicht "Erste Hoffnung" von Kerstin Hensel. Originalformat: 10,5 cm x 15 cm

Kerstin Hensel

Erste Hoffnung

Die Hoffnung fährt schwarz
In der Stadtbahn im Überlandbus
Liegt sie auf der hintersten Bank
Hat alles bei sich was zum Leben
Sie braucht: ein Büßerhemd einen Stock auch Kreuze aller Couleur
Schwarz fährt die Hoffnung und weiß nicht
Wo steigt sie aus

Im Nachtdepot im Abgebrumm der Motoren
Blinzelt sie unkontrolliert und mit störrischen Fingern
Zeichnet sie in die Luft
Pläne, ermißt ihre Chance zu bezahlen
Endlich morgen vielleicht

Kerstin Hensel, geboren 1961 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), lebt
in Berlin. © Kerstin Hensel, Berlin

Dieses Gedicht eröffnete am 1. Januar 2010 die ÖKT-Netzanthologie.
Es ist das Titelgedicht der Anthologie „Die Hoffnung fährt schwarz“ (S. 9).

Kerstin Hensel wird mit diesem Gedicht am Freitag, den 14. Mai 2010
um 19 Uhr in München die „Große Nacht der Poesie“ des ÖKT eröffnen
(Altes Rathaus, Historischer Festsaal). Die Illustationen der ÖKT-Netz-
anthologie sind dort im Original zu besichtigen, die Künstlerin ist an-
wesend. Kartenvorverkauf (z. B. ÖKT-Abendkarte für den 14. Mai 2010,
€ 14,-) unter Telefon 089/559997-337.

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