Kanonenfutter

 
Liebe Besucherinnen und Besucher,

angesichts der Entwicklung in Afghanistan halten inzwischen selbst manche Soldaten und Offiziere hinter vorgehaltener Hand die Aussagen deutscher Politiker, Deutschland werde am Hindukusch verteidigt, für überholt, unsinnig oder sogar zynisch. Denn längst werden auch andernorts, wo keine deutschen Soldaten im Einsatz sind, Terroristen ausgebildet. Die sind offensichtlich weit flexibler und beweglicher als jene westliche Miltärmaschinerie, die ihrem verblendeten und nicht selten religiös begründetem Tun gerne ein Ende setzen würde.

Deutsche Soldaten sind bekanntlich nicht die ersten, die sich in und an Afghanistan „die Zähne ausbeißen“. Immer öfter werden dort unsere Soldaten, die überdies, wie es scheint, unzureichend ausgerüstet sind, zu „Kanonenfutter“.

Die alte Binsenwahrheit, dass mit militärischen Mitteln allein kein Krieg zu gewinnen ist, haben auch hierzulande noch nicht alle Entscheidungsträger bzw. Parlamentarier begriffen. 

Mein Turmschreiberkollege und Nürnberger Dichterfreund Fitzgerald Kusz hat, „aus gegebenem Anlass und Brechts Kriegsfibel weiter denkend“, vor einigen Tagen dazu folgendes Gedicht geschrieben:

Fitzgerald Kusz

kanonenfutter

dä verdeidichungsminisdä sachd
eä schdäihd hindä unsre solldoodn
di solldoodn soong nix
däi schdennä voä ihm

© Fitzgerald Kusz (Nürnberg)

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