Zu den heiligen Nächten

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,

auch im Namen meiner Frau, Dr. med. Felizitas Leitner,
wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten
und ein gesundes Jahr 2010,
voller Poesie.

Mit herzlichen Grüßen und Wünschen
aus Weßling,
und bis bald an dieser Stelle
Ihr Anton G. Leitner

P.S.
Das Foto von meiner Frau und mir stammt aus der Serie „Woran man sich ein Beispiel nimmt“ der beiden Fotokünstler Boerboom & Vogt. Carola Vogt und Peter Boerboom stellen in dieser Serie historische Gemälde mit Zeitgenossen nach. Unser Portrait ist angelehnt an ein Motiv von Peter Paul Rubens („Selbstbildnis des Malers mit seiner Frau Isabella Brand“, um 1609).
 
 
 
 
 

Felizitas und Anton G. Leitner frei nach Peter Paul Rubens. Foto: © Boerboom & Vogt, 2009

 

Zu den heiligen Nächten

I.

Die Geschichte läuft
In der Nacht
Der Geburt

Keinen Schritt mehr
Zurück. Mancher
Fand seinen

Traum erhellt
Durch elektrisches
Licht.

Dann brannten
Die Kerzen
Im Takt der

Zeit
Schaltuhr
Und kein Honig

Tropfte
Von Jesses
Baum.

II.

Einmal im Jahr
Drückt der Mond
Beide Augen

Zu. Einem Stern
Überläßt er
Sein Licht.

Drei Männer
Finden den Weg
Ans Ende

Der Nacht. Darüber
Hinweg täuscht
Kein Rauch:

Sie schenken
Ein Kreuz.
Es wächst

Mit dem Kind.
Einer für alle
Und alle

Gegen ihn.
Das Ende
Ist bekannt.

Anton G. Leitner
Weßling, 1985
[Fassung IV, 2005]
© lichtung verlag GmbH, Viechtach

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Eine Antwort zu Zu den heiligen Nächten

  1. christiane merholz schreibt:

    die stille
    am morgen
    yann
    sagst du*

    und ich seh dich an

    gib mir raum
    in deinem leben
    einen grossen weiten raum sagst du*
    in dem es luft gibt für mich
    ohne schmutz

    in dem ich atmen kann
    ohne missgunst
    ohne zweifel
    ohne verfolgt zu sein
    und ohne mein entsetzen*

    mein lebenslang blutendes
    entsetzen
    mein bedürfnis
    nach rache

    und ich sag gio
    und küss dich
    wie immer

    streich dein haar
    aus der stirn
    und glätte die falten
    von zorn an deinen brauen

    bis die sonne
    in deinen augen
    einen dunklen see
    am waldrand spiegelt
    nimm deine hände
    und leg ihren schutz
    an mein gesicht*

    und sag gio
    sieh mich an

    ich liebe dich
    inniglich

    mein leben lang*

    als die nächte so kalt waren
    dass selbst die wüsten erfroren sind
    kamst du in mein leben wie ein eishauch
    überall waren am morgen perlen
    an den sträuchern und die sonne
    liess sie glitzern

    du bist geblieben
    geh niemals zu weit fort*

    für P.M.

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