Vita

Anton G. Leitner wurde 1961 in München geboren. Er lebt und arbeitet als Lyriker, Verleger, Herausgeber und Rezitationskünstler in Weßling (Landkreis Starnberg).

Nach dem Abitur am humanistischen Wittelsbacher Gymnasium (München, 1981) studierte er Rechtswissenschaften und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (1982 bis 1988). Im Anschluss an die Erste Juristische Staatsprüfung (1989) absolvierte er das juristische Referendariat beim Oberlandesgericht München (1990 bis 1993). Danach gründete er seinen gleichnamigen Verlag (Anton G. Leitner Verlag, www.aglv.com), in dem – neben Lateinlernhilfen – seit 1993 die von ihm herausgegebene, buchstarke Zeitschrift DAS GEDICHT (www.DAS GEDICHT.de) erscheint.

Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich DAS GEDICHT zum auflagenstärksten Forum für zeitgenössische Lyrik im deutschen Sprachraum, sein erstes „Erotik-Special“ (DAS GEDICHT Nr. 8 / 2000) ist auf der Liste „Die 100 besten Bücher“ des Nachrichtenmagazins Focus platziert (2000). Zum 15. Geburtstag von DAS GEDICHT veranstaltete Leitner auf Einladung seiner Geburtstadt am 22. Januar 2008 im Literaturhaus München die bislang größte Lesung von Liebeslyrik im deutschen Sprachraum mit 50 namhaften Dichtern („Ich bin dein Nest, du bist mein Fest“). Über diesen „Abend der poetischen Lust“ berichteten auch die Abendnachrichten des Ersten Deutschen Fernsehens (u. a. ARD-nachtmagazin).

Als Herausgeber von über 30 Anthologien, darunter Lyrik-Bestseller wie das Bändchen „SMS-Lyrik“ (dtv / Hanser, München 2002 f.), mit dem er nach Ansicht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein „eigenes“ literarisches „Genre“ begründete (vgl. F. A. Z. vom 6. Mai 2003) und zuletzt „Ohne dich bin ich nicht ich. Poesie in jeder Beziehung“ (edition chrismon, Frankfurt a. M. 2008) ist er ein viel gefragter Lyrikvermittler. Seit Herbst 2007 gibt Leitner für die Evangelische Kirche Deutschlands eine Lyrik-Serie in der edition Chrismon heraus. Ab Mai 2009 ediert er auch eine Serie von Lyrik-Originalausgaben für den Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv).

Neben der Erzählung „Still Leben Ohne Dichter“ (Kowalke & Co. Verlag, Berlin 1997) und dem Kinderbuch „Napoleons erster Fall“ (Carlsen, Hamburg 2004 ff. = Pixi 1200) publizierte er bislang 6 eigene Gedichtbände, darunter das Poem „Der digitale Hai ist high“ (Lyrikedition 2000, München 2004) sowie sein lyrisches Hauptwerk: „Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980 – 2005“ (edition lichtung, Viechtach). Zusammen mit den Schauspielern Anna Thalbach und Alexander Khuon sowie dem Gitarristen Martin Finsterlin nahm er die CD „Herzenspoesie“ auf (Eichborn, Frankfurt am Main 2007).

Leitner wurde u. a. mit dem Kulturpreis „AusLese“ der Stiftung Lesen, dem „V. O. Stomps-Preis“ der Stadt Mainz und dem Kulturpreis des Landkreises Starnberg ausgezeichnet.

Ausgewählte Titel von Anton G. Leitner:

Gedichtbände:

Kleine Welt Runde. Landpresse, Weilerswist 1994
Bild Schirm schneit, roter Stich. Landpresse, Weilerswist 1997
Das Meer tropft aus dem Hahn. Fließ, Blätter. Kowalke & Co. Verlag, Berlin 2001;
   Lyrikedition 2000, München 2002 (Erweiterte Neuausgabe)
Der digitale Hai ist high. Lyrikedition 2000, München 2004
Im Glas tickt der Sand. edition lichtung, Viechtach 2006

Prosa:

Still Leben Ohne Dichter. Erzählung. Kowalke & Co. Verlag, Berlin 1997

Hörbücher:

Wörter kommen zu Wort. 50 Gedichte aus 10 Jahren DAS GEDICHT (CD;
   Interpreten: Autoren im Originalton sowie Susanne Lothar, Dieter Mann, Ulrich
   Mühe und Otto Sander), Patmos, Düsseldorf 2002
Das Meer tropft aus dem Hahn. Insel – Liebe – Leben“ (CD; Interpreten: Anton G.
   Leitner, Gedichte und Martin Finsterlin, Gitarre), beefree records / DAS GEDICHT
   audio, Weßling 2003
Herzenspoesie. CD von Anton G. Leitner zusammen mit Anna Thalbach und
   Alexander Khuon. Mit Musik von Martin Finsterlin. Eichborn LIDO, Frankfurt am
   Main 2007

Anthologien:

Unterwegs ins Offene. Erste Gedichte aus einem neuen Jahrtausend und ihre
   Entstehungsgeschichten“ (zusammen mit Axel Kutsch). Landpresse, Weilerswist
   2000
Wörter kommen zu Wort. 100 Gedichte aus 10 Jahren DAS GEDICHT. Artemis &
   Winkler, Düsseldorf und Zürich 2002
SMS-Lyrik. 160 Zeichen Poesie. dtv / Hanser, München 2002 f.
Feuer, Wasser, Luft & Erde. Die Poesie der Elemente. Philipp Reclam jun. (= UB Nr.
   18246), Stuttgart 2003
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim. Rabenschwarze Gedichte, Reclam Leipzig,
   Leipzig 2004
Zum Teufel, wo geht’s in den Himmel? Poetische Wege (zusammen mit Siegfried
   Völlger). dtv / Hanser, München 2005
Der Garten der Poesie (zusammen mit Gabriele Trinckler). dtv, München 2006
Die Arche der Poesie. Lieblingsgedichte deutscher Dichter. Lyrik-Kanon, dtv,
   München 2007
Im Ursprung ein Ei sprang. Gedichte vom Werden und Vergehen. edition Chrismon
   / Hansisches Druck- und Verlagshaus, Frankfurt am Main 2008

Zeitschriften:

Vom Minnesang zum Cybersex. Geile Gedichte! = DAS GEDICHT Nr. 8 (Erotik-
   Special), Leitner, Weßling 2000
Göttlicher Schein. Heilige Gedichte. Lyrik zwischen Himmel und Hölle.
   = DAS GEDICHT Nr. 9, Leitner, Weßling 2001
lass mich deine jukebox sein. Pop und Poesie. = DAS GEDICHT Nr. 11, Leitner,
   Weßling 2003
Alle meine Kinder. Die Poesie der ersten Jahre. = DAS GEDICHT Nr. 13,
   Leitner, Weßling 2005
Am schönsten ist ein Tierkonzert. Die Arche der Poesie. = DAS GEDICHT Nr. 14,
   Leitner, Weßling 2006
Gefühlter Puls – rezeptfreie Gedichte . Von der Heilkraft der Poesie. = DAS
   GEDICHT Nr. 16, Leitner, Weßling 2008