„Ein Gedicht rettet einen Tag“, Roberto Juarroz

14. Oktober 2008

GEDICHT-Premiere in München / Leitner im BR-alpha forum

13. November 2009

 
Drei herzliche Einladungen:
• für Donnerstag, 19.11.2009 um 20 Uhr nach Gauting –
 
Ani/Bardola/Leitner/Laar im Bosco
• für Montag, 30.11.2009 um 20:15 Uhr vor den Fernseher –
  Anton G. Leitner im BR-alpha forum
• für Dienstag, 1.12.2009 um 20 Uhr nach München: GEDICHT-
  Premierenlesung mit 15 Lyrikern im GAP

Weßling, den 13.11.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Poesie,

die Premierenlesung in der Alten Schmiede zu Wien aus der neuen GEDICHT-Ausgabe (Nr. 17, „Fürchte dich nicht – spiele!“) am 10. November 2009 war für uns alle ein beglückendes Erlebnis. Mit Friedrich Ani (München), Alex Dreppec (Darmstadt), Gerhard Rühm (Köln-Wien) und Mario Wirz (Berlin) traten Autoren für DAS GEDICHT auf, denen es einmal mehr gelungen ist, ihr aufmerksames und konzentriertes Publikum zwei Stunden lang zu fesseln und mit Lyrik im besten Sinne zu unterhalten. Der Andrang in die Alte Schmiede, dem Literaturort Nr. 1 in Wien, war so groß, dass schließlich keine Stühle mehr zur Verfügung standen und einige Zuschauer buchstäblich unsere Lesungen „durchstehen“ mussten, was sie gut gelaunt und mit beachtlichem Stehvermögen getan haben. Das Spektrum der vorgetragenen Texte reichte von der komischen Lyrik mit Slam-Elementen (Dreppec) über erzählende Gedichte (Ani) zu radikal einfachen Versen von kristalliner Schönheit (Wirz) bis hin zur Lautpoesie (Prof. Rühm).  

Weil aber nach einer alten Sportregel nach dem Spiel vor dem Spiel ist, möchte ich Sie an dieser Stelle bereits ganz herzlich auf zwei neue Veranstaltungstermine einladen und Sie außerdem auch auf eine Fernsehsendung mit mir aufmerksam machen.

 1.) Am Donnerstag, den 19. November 2009 lese ich um 20 Uhr zusammen mit Friedrich Ani in Gauting (Bosco-Kulturzentrum, Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting, Telefon: 089/45238580) Gedichte vom Werden, Leben und Vergehen. Der Münchner Literaturkritiker und Schriftsteller Nicola Bardola moderiert unsere Lesungen, Klangkünstlerin Augusta Laar sorgt an den Plattentellern für gute Zwischentöne und akustische Gedankenpausen. Veranstalter ist das renommierte Theaterforum / Literaturforum im Bosco, der Eintritt beträgt Euro 12,-. Gauting ist die Nachbargemeinde von Weßling und es berührt mich auch nach fast 30-jähriger Bühnenerfahrung noch immer besonders, in der Nähe des eigenen Lebens- und Arbeitsmittelpunktes aufzutreten. Ich würde mich sehr freuen, Sie am 19. November in Gauting persönlich begrüßen zu dürfen und denke, es wird dort eine Fülle von spannenden Begegnungen rund um die Poesie geben. 

 2.) Am Montag, den 30. November 2009 möchte ich Sie einladen, um 20:15 Uhr Ihr Fernsehgerät einzuschalten und BR-alpha  zu schauen (bzw. Ihren Videorecorder entsprechend zu programmieren). Der Bayerische Rundfunk (BR) strahlt dann nämlich zum ersten Mal ein 45-minütiges Fernseh-Talkportrait über mich in seinem BR alpha-Forum aus. Moderator Dr. Dieter Lehner  unterhält sich mit mir über wichtige Stationen meines Lebens und künstlerischen Werdegangs. Die Sendung wird ungeschnitten, 1:1 so ausgestrahlt, wie sie aufgezeichnet worden ist, was vielen Interviews dieser Reihe einen unverwechselbaren Live-Charakter und eigenen Charme verleiht. Der BR publiziert das Gespräch mit mir nach der Sendung auch im Wortlaut auf seiner Internetseite, zusammen mit bio-bibliographischen Hinweisen. Die Sendung wird am Dienstag, den 1. Dezember 2009 um 13 Uhr auf BR-alpha wiederholt.

 3.) Nach dem virtuellen Fernseherlebnis gibt es dann am 1. Dezember 2009 um 20 Uhr in München (Café GAP, Goethestr. 34, 80336 München) die Gelegenheit, so manchen Dichterkollegen, der in der BR-alpha-Sendung erwähnt war, zusammen mit mir live auf der Bühne zu erleben.

Friedrich Ani und ich haben viele Dichterfreunde und Kollegen eingeladen, im Rahmen von gemeinsamen Lesungen unter dem Motto „Fürchte dich nicht – spiele!“ die München-Premiere unserer GEDICHT-Edition zu feiern.

Wir präsentieren DAS GEDICHT 17  zusammen mit Franz Dobler und Albert Ostermaier. Außerdem lesen Lyrikdebütant Leander Beil (Jahrgang 1992), Ulrich Johannes Beil, Jürgen Bulla, Gert Heidenreich, Walter Flemmer, Alma Larsen, Theres Lehn, Birgit Müller-Wieland, Frank Schmitter, Ludwig Steinherr, Siegfried Völlger und Josef Wittmann aus der neuen Ausgabe.

Klangkünstler Kalle Laar präsentiert „Töne der Angst“. Der Münchner Schriftsteller und Literaturkritiker Nicola Bardola führt durch den Abend. Er moderiert auch eine kurze Herausgeberrunde mit Friedrich Ani und mir.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu zwanglosen Gesprächen mit den Akteuren. Der Eintritt beträgt Euro 7,-, wir veranstalten diese Premierenlesung zusammen mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem GAP (Telefon: 089/54404094). Da unsere Leseliste viele poetische Ausnahmetalente versammelt, empfiehlt sich das rechtzeitige Erscheinen am 1.12.2009 im GAP, das verkehrsgünstig und zentral in der Münchner Goethestraße gelegen ist.

Ich freue mich auf prickelnde Gedichte, ergiebige Gespräche und intensive Begegnungen.

Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald,
Ihr Anton G. Leitner


Feuertaufe glänzend bestanden. Premierenlesung von DAS GEDICHT 17 am 10. November 2009 in der Alten Schmiede, Wien

12. November 2009
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Gerhard Rühm liest für DAS GEDICHT in der Alten Schmiede zu Wien und bringt dabei ein neues Gedicht zur "Welturaufführung". Nicht nur, weil in der Alten Schmiede die Stühle ausgegangen sind, erntet der Mitbegründer der legendären Wiener Gruppe stehenden Beifall.

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Der Berliner Dichter und GEDICHT-Stammautor Mario Wirz liest in Wien Zirkus-Gedichte von kristalliner Schönheit. Nichts ist schwerer, als komplexe Lebenssachverhalte mit einfachen Worten zu verdichten.

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Slamstar Alex Dreppec aus Darmstadt erntet mit seinem schwarzhumorigen Gedicht zur Angst vor Ansteckungen mit Viren in den Zeiten der Schweinegrippe Szenenapplaus in Wien.

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Prof. Gerhard Rühm und Dr. Kurt Neumann (Chef der Alten Schmiede) bei der Nachfeier im Wiener "Salzamt"

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Felizitas Leitner neben Friedrich Ani (leicht verdeckt) im "Salzamt", Wien. Gegenüber der Wiener Lyriker und GEDICHT-Autor Rudolf Kraus.

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Die Nichtraucher Alex Dreppec und Felizitas Leitner warten am 11. November 2009 mittags in der Raucherzone des Wiener Traditionskaffeehauses "Westend" auf Zigarrenraucher Manfred Chobot, Wiener Dichter-Urgestein. Chobot ist nicht mit auf dem Bild, weil er in der Nichtrauchersektion auf Leitners und Dreppec wartet. Dank Handy finden schließlich alle in der Nichtraucherzone zueinander (Happy End). Aber um ein Haar hätten sich alle verfehlt - aus gegenseitiger Rücksichtnahme!


Hören wir auf mit dem Klein-Klein. Eine offene Antwort an Matthias Kehle

08. November 2009

 

Liebe Leserinnen und Leser,

heute lasse ich Sie an dieser Stelle an einer Antwort teilhaben, die eigentlich an Matthias Kehle gerichtet ist.  Er betreibt einen Internetblog, auf dem er aus der subjektiven Perspektive eines betroffenen Autors große und kleine Geschehnisse aus dem Bereich der Lyrik kommentiert. Heute schreibt er, warum er unsere Zeitschrift DAS GEDICHT nicht liest. Ich antworte ihm wie folgt:

Sehr geehrter Herr Kehle,

meine seinerzeitige kleine Polemik in DAS GEDICHT gegen Theo Breuer bezog sich auf dessen subjektiv-kritische Arbeitsmethodik, etwa im Umgang mit dem „Jahrbuch der Lyrik“. Ich habe damals lediglich einmal Breuer so subjektiv behandelt, wie er andere zu behandeln pflegt(e). Aber wenn zwei das Gleiche tun, so ist es offensichtlich nicht dasselbe.

Breuer und ich haben übrigens damals die Sache in einem Telefonat abgeklärt und in keiner der folgenden GEDICHT-Ausgaben (die Sie nicht mehr gelesen haben), gab es mehr eine ähnliche Polemik. Wir sind dazu übergegangen, Bücher vorzustellen, die uns lesenswert erscheinen, weil dies in der Tat konstruktiver ist als sich klein-klein gegenseitig niederzuschreiben.

Auch scheinen Sie verdrängt zu haben, dass Sie mir früher mehr als einmal Texte zum Abdruck angeboten haben, auch für Anthologie-Projekte. Ich lade Sie herzlich ein, hier in meinem Verlag einmal ein Praktikum zu absolvieren. Dann lernen Sie meine „Geschäftstüchtigkeit“ und was dahinter steckt, ungefiltert vor Ort kennen. Hinter jedem kleinen wirtschaftlichen Erfolg steckt schlicht und einfach harte Arbeit, ein 12- bis 14-Stundentag an sieben Tagen in der Woche. Ich arbeite vor allem soviel, weil ich unabhängig bleiben will. Mir liegt es nicht, meine Zeit damit zu verschwenden, stattliche staatliche Fördergelder für Lyrikprojekte zu erhaschen, die kein Mensch liest. Ich investiere sie lieber in die Auswahl von Texten, die in der Lage sind, tatsächlich Leserinnen und Leser zu erreichen und auch darauf, unsere Neuerscheinungen an dieselben zu bringen, denn die Leser sind doch die eigentlichen Adressaten unserer Arbeit, nicht andere Autorenkollegen.

Wenn ich einmal nicht mehr genügend Leserinnen und Leser mit DAS GEDICHT oder meinen Anthologien erreiche, werde ich die Zeitschrift höchstwahrscheinlich einstellen und auch aufhören, Sammelbände zu machen. Denn so ein Projekt sollte doch zumindest so viele Leserinnen und Leser erreichen, dass es sich selbst trägt. Warum sollte es der Steuerzahler über Subventionen finanzieren? Einzig und allein dies waren damals meine Bedenken gegen Ihren abstrakten Solidaritätsaufruf für die Literaturzeitschrift „Am Erker“. Wir sollten in so einer Krise, in der „Am Erker“ steckte, nicht nach dem Staat schreien, sondern vor allem selbst etwas konkrets tun, z. B. „Am Erker“ abonnieren. Ich selbst hatte übrigens bis zuletzt z. B. ein „ndl“-Abonnement, weil dies mein eigener Beitrag war, die „ndl“ zu fördern. Leider haben auch im Fall der „ndl“ mehr Leute nach Subventionen gerufen, als die „ndl“ abonniert, sonst gäbe es sie heute noch. „Am Erker“ lebt übrigens heute munter im Münsteraner Daedalus-Verlag weiter, mit dem wir gut und gerne und kollegial zusammenarbeiten.

Ein Verlag ist übrigens qua Definition ein auf „einen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteter Geschäftsbetrieb“. Ich glaube, so etwas gibt es nur in Deutschland, dass man einem kleinen Unternehmer vorwirft, er sei (im bescheidenen Maße) wirtschaftlich erfolgreich. Bei großen Unternehmen tut man dies seltsamerweise nicht. Kämen Sie auf die Idee, dem Hanser Verlag vorzuwerfen, er sei wirtschaftlich erfolgreich? Ich glaube, das Kennzeichen unserer hiesigen Neidgesellschaft ist es, dass man immer jemandem neidisch ist, von dem man glaubt, dass er einem „nahesteht“, der übernächste (z. B. Hanser) wird vom eigenen Neidradar nicht mehr erfasst.

Die Reihe „Poesie 21“ ist übrigens kein Druckkostenzuschussverlag oder dergleichen, sondern ein Selbstverlagsprojekt der jeweiligen Autoren, das wir mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung, die auch viele große Verlage und Institutionen nutzen, begleiten. Die Rechte der Gedichte bleiben bei den Autoren, die diese Bücher selbst und auf eigene Rechnung verkaufen (z. B. auf ihren Lesungen). Wir besorgen lediglich das Lektorat dieser Bände und begleiten deren Autoren auf dem ganzen Weg der Produktion mit Rat und Tat solange, bis sie ihr fertiges Buch in Händen halten und darüber hinaus, auch bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die inhaltliche und technische Qualität dieser Bücher, die in Nördlingen von Steinmeier hergestellt werden (er druckt auch DAS GEDICHT oder die meisten hochwertigen Titel von Kookbooks), ist hoch und die Rezeption vieler Bände dieser Reihe bestätigt dies. Steinmeier sorgt mit seiner Struktur dafür, dass diese Titel auch zusätzlich über den Buchhandel bezogen werden können.

Dass wir in unserer Pressearbeit auch regionale Zeitungen, die Sie pauschal abwerten, berücksichtigen, ist doch selbstverständlich. Da nicht jeder Haushalt in Augsburg, Nürnberg oder im Bayerischen Wald täglich die FAZ liest, erscheint es sinnvoll, auch die dortigen Zeitungen (Augsburger Allgemeine, Nürnberger Nachrichten oder Passauer Neue Presse) einzubinden, um deren Leser für die Sache der Lyrik zu erwärmen.

Nichts für ungut also und begraben wir den Grabenkampf. Die Sache der Lyrik ist es wert und die eigentlichen Poesieleser interessieren sich ohnehin nicht sonderlich für solche literaturbetrieblichen Nabelschauen.

Freundliche Grüße
Anton G. Leitner


Premierenlesung aus DAS GEDICHT 17 in Wien

06. November 2009

 

Herzliche Einladung in die Alte Schmiede Wien
zur Präsentation von DAS GEDICHT 17 (Fürchte dich nicht – spiele!).
Es lesen: Friedrich Ani (München), Alex Dreppec (Darmstadt),
Anton G. Leitner (Weßling bei München), Gerhard Rühm (Köln-Wien) und Mario Wirz (Berlin).

Dienstag, 10. November 2009, 19:00 Uhr
Alte Schmiede, Kunstverein Wien (Literarisches Quartier),
Schönlaterngasse 9, A-1010 Wien
Freier Eintritt
Weßling, den 6.11.2009

Liebe Freundinnen und Freunde der Poesie,

auch im Namen von meinem Mitherausgeber Friedrich Ani möchte ich Sie für kommenden Dienstag, den 10. November 2009 um 19 Uhr ganz herzlich zur Lesung / Buchpremiere unserer gemeinsamen Ausgabe von DAS GEDICHT (Nr. 17, „Fürchte dich nicht – spiele!“) in die Alte Schmiede nach Wien einladen.

Friedrich Ani und ich mögen Wien besonders gern und freuen uns deshalb außerordentlich, dass wir DAS GEDICHT 17 zuerst in der Donaumetropole vorstellen können.

Dr. Kurt Neumann von der Alten Schmiede hat uns die Möglichkeit geboten, Autoren in Wien auftreten zu lassen, die die ganze Bandbreite der Zeitschrift DAS GEDICHT verkörpern. Slammer Alex Dreppec ist einer der wichtigsten Repräsentanten der deutschen Spoken-Word-Szene. Der Berliner Dichter Mario Wirz zeichnet sich durch eine klare lyrische Sprache aus; seine Gedichte sind kraftvolle und radikale Bekenntnisse zum Leben. Gerhard Rühm ist einer der Altmeister der „Wiener Gruppe“; in seinen Gedichten betont er insbesondere die visuellen und akustischen Momente der Sprache.

Die ausgewählten Autoren sollen insbesondere den entdeckungsfreudigen und generationsübergreifenden Ansatz unserer Edition unterstreichen. „Die Zeitschrift DAS GEDICHT ist von allen Lyrik-Publikationen die innovativste und lebendigste, weil sie nicht auf eine bestimmte Art der Lyrik festgelegt ist. DAS GEDICHT pflegt den lyrischen Pluralismus“, heißt es in einer aktuellen Hörfunkkritik des Berliner ARD-Senders RBB kulturradio vom 22.10.2009.

Auch an der neuen Ausgabe von DAS GEDICHT haben wieder etliche Wiener Lyriker mitgearbeitet, u. a. Manfred Chobot, Franzobel, Rudolf Kraus, Friederike Mayröcker, Gerhard Rühm und Robert Schindel.

Es wäre schön, wenn wir Sie am kommenden Dienstag um 19 Uhr in der Alten Schmiede in Wien persönlich begrüßen dürften. Ich bin schon neugierig auf spannende Begegnungen rund um die Poesie.

Mit herzlichen Grüßen, auch von Friedrich Ani,
und bis bald,
Anton G. Leitner


Dienstag, 10. November 2009, 19:00 Uhr
Alte Schmiede, Kunstverein Wien (Literarisches Quartier)
Schönlaterngasse 9, A-1010 Wien
Eintritt frei

DAS GEDICHT. Zeitschrift für Lyrik, Essay und Kritik (Weßling bei München, gegründet 1993)• Reihe Literaturzeitschriften XXV • Es lesen FRIEDRICH ANI (München) • ALEX DREPPEC (Darmstadt) • ANTON G. LEITNER (Weßling b. München) • GERHARD RÜHM (Köln–Wien) • MARIO WIRZ (Berlin) • Anton G. Leitner (Herausgeber) führt durch den Abend und stellt mit Friedrich Ani die Ausgabe Nr.17 (Herbst 2009) der Zeitschrift vor: Fürchte dich nicht, spiele! • Beitrag der Alten Schmiede zur Lesefestwoche BUCH WIEN 09

DAS GEDICHT bietet eine internationale Hintergrundberichterstattung rund um die zeitgenössische Poesie. DAS GEDICHT stellt Erstveröffentlichungen namhafter und weniger bekannter Autoren vor. Daneben reflektieren Essays, Interpretationen, Portraits und Interviews den augenblicklichen Stand der Lyrik in Literatur und Gesellschaft. DAS GEDICHT enthält außerdem alle zwei Jahre eine kommentierte Bibliographie aller wesentlichen Neuerscheinungen.

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift weisen 77 namhafte Schriftstellerinnen und Schriftsteller (darunter Franzobel, Helmut Krausser, Friederike Mayröcker, Matthias Politycki, Gerhard Rühm, Robert Schindel) poetische Wege aus der Angst und beweisen Mut zum Übermut, lassen die Sprachlust aufleben. „Es ist so still wenn die angst ihre / knopfaugen öffnet“, schreibt Albert Ostermaier, aber Ilma Rakusa hat schon Verse gegen die Angst parat: „Schaue das Meer / rieche das Gras / kränke kein Kind / iss keinen Frass“.

Friedrich Ani, *1959 in Kochel, lebt in München. Von ihm erschienen zahlreiche Romane, u.a. German Angst, Süden und der Luftgitarrist, Hinter blinden Fenstern und der Gedichtband Mitschnitt. Als Drehbuchautor erfand er für das ZDF die Figur der Privatdetektivin Franziska Luginsland (Katja Flint). Außerdem schrieb er für die TV-Reihen Tatort, Stahlnetz, Ein Fall für zwei, u. a. www.Friedrich-Ani.de

Alex Dreppec, *1968 in Jugenheim (Bergstraße), lebt in Darmstadt. Studium der Psychologie, Promotionsstipendiat des Landes Hessen. 1995 Veröffentlichung von Popmusik, seit Ende 2000 Teilnahme an Poetry Slams, Poetry-Slam-Champion in zahlreichen Städten. Einer der Organisatoren und Moderatoren der regelmäßig ausverkauften „Darmstädter Dichterschlacht“, Leiter von Schreibwerkstätten u. a. an Schulen und Universitäten, Auftritte in Radio und Fernsehen (Arte, MDR, HR1, WDR). 2001 Lyrikseminar-Stipendiat der Zeitschrift DAS GEDICHT, 2004 Preisträger des „Wilhelm-Busch-Preises für satirische und humoristische Versdichtung“ (1. Preis). Veröffentlichungen u. a. in Literaturzeitschriften, Anthologien und auf CDs. 2003 erschien der Lyrikband Die Doppelmoral des devoten Despoten, 2006 die Solo-CD Metakekse. www.dreppec.de

Anton G. Leitner, *1961 in München, ist examinierter Jurist. 1993 gab er die Beamtenlaufbahn auf, um sich im Hauptberuf der Poesie und ihrer Vermittlung zu widmen. Er lebt als Schriftsteller, Herausgeber, Verleger und Rezitator in Weßling. 1992 gründete er die Zeitschrift Das Gedicht, mit der es ihm immer wieder gelingt, Resonanz in größerem Rahmen zu erzielen. Hg. u. a. von SMS-Lyrik (dtv/Hanser), Musik-Poesie-CD Herzenspoesie (mit Anna Thalbach und Alexander Khuon), Lyrikserie bei dtv (2009). Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte (Gedichte aus 25 Jahren). www.AntonLeitner.de (Blog) und www.DasGedicht.de

Gerhard Rühm, *1930 in Wien, Klavier- und Kompositionsstudium an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst. Er lebte von 1964 bis 1977 in West-Berlin, seitdem als Schriftsteller, bildender Künstler, Theater- und Hörspielautor, Lyriker, Komponist, Interpret seiner Werke und Performancekünstler, Zeichner, Maler, Collagist in Köln. Von 1972 bis 1995 Professur für freie Grafik an der Staatlichen Kunsthochschule in Hamburg. Hörspielpreis der Kriegsblinden 1983. 1991 Ehrenmedaille in Gold der Stadt Wien, Großer Staatspreis für Literatur der Republik Österreich. Die 2005 im Berliner Parthas Verlag begonnene Ausgabe der Gesammelten Werke wird nun von Matthes & Seitz Berlin fortgeführt.

Mario Wirz, *1956 in Marburg an der Lahn, lebt in Berlin. Nach dem Abitur Schauspielausbildung in Berlin, Engagement an der Vagantenbühne in Berlin. 1981 bis 1984 am Jugendtheater Kiel, danach Autor, Regisseur und Schauspieler bei verschiedenen Projekten, seit 1988 als freier Schriftsteller in Berlin. Verfasser mehrerer Theaterstücke. Veröffentlichungen: Und Traum zerzaust dein Haar. Nachtgedichte (1982); All die vielen Nachtschritte. Gedichte ohne Illusionen (1984); Es ist spät, ich kann nicht atmen. Ein nächtlicher Bericht (1992, 2005); Ich rufe die Wölfe. Gedichte (1993); Biographie eines lebendigen Tages (1994); Das Herz dieser Stunde. Gedichte (1997); Folge dem Fieber und tanze. Briefe zwischen Alltag, Sex, Kunst und Tod (1998); Umarmungen am Ende der Nacht. Erzählungen (1999, 2004); Sieben Leben hat die Woche. Gedichte (2003); Sturm vor der Stille. Gedichte (2006); Nachrichten von den Geliebten (2009).

(Auszug aus dem Programm November, Dezember 2009 der Alten Schmiede)


Hugendubel-Gedicht des Tages / DAS GEDICHT Clips auf YouTube

11. Oktober 2009

 

Liebe Leserinnen und Leser,

hinweisen möchte ich Sie heute noch auf ein Gewinnspiel, das derzeit die Buchhandlung Hugendubel auf ihrer Internet-Startseite zur neuen Ausgabe von DAS GEDICHT Nr. 17  veranstaltet. Im Rahmen dieser Aktion können Sie Friedrich Ani und mir auch Fragen stellen.

DG17-Cover-9783929433692Wenn Sie die Internetseiten von Hugendubel besuchen, sollten Sie sich bei dieser Gelegenheit auch die kompetent betreute Rubrik „Gedicht des Tages“ anschauen. Bei mir ist es inzwischen zur schönen Gewohnheit geworden, jeden Tag im Büro mit dem Lesen  des dortigen „Gedicht des Tages“ zu beginnen.

Künftig beabsichtigen wir, in unregelmäßigen Abständen Videoclips mit Lyrikern auf YouTube ins Netz zu stellen. Als „Muster“ ist bereits ein erster Lyrik-Clip mit mir online, in dem ich mein Gedicht „Wo waren wir“ rezitiere.

 

Soviel für heute.
Herzliche Grüße aus Weßling
und bis bald wieder an dieser Stelle,
Ihr Anton G. Leitner